Unsere pädagogischen Grundsätze

Der vom Verein „Mit Kindern neue Wege gehen“ geführte Kindergarten setzt sich zum Ziel, Kindern eine vorbereitete und entspannte Umgebung zu bieten, in der sie sich gemäß ihres eigenen Entwicklungsplans entfalten können.

Das Kind im Mittelpunkt

Maria Montessori, deren pädagogische Arbeit richtungsweisend für unseren Kindergarten ist, stellte das Kind in den Mittelpunkt. Sie hat erkannt, dass die kindliche Entwicklung bestimmten inneren Gesetzmäßigkeiten folgt. Im individuellen inneren „Bauplan“ des Kindes sind bereits alle seine Möglichkeiten angelegt, welche nun schrittweise vom Kind verwirklicht werden. Dem Erwachsenen kommt dabei die Aufgabe zu, Vertrauen in die Selbstentfaltung des Kindes zu haben und es bei seiner Arbeit der Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

Hilf mir, es selbst zu tun

Im Kindergarten verstehen wir unter der Begleitung des Kindes durch die BetreuerInnen nicht eine Vermittlung bestimmter Fähigkeiten oder Techniken, sondern die Schaffung einer Umgebung, welche den Entwicklungsbedürfnissen des Kindes entspricht. In dieser so genannten „vorbereiteten Umgebung“ besteht die Aufgabe des Erwachsenen darin, durch seine liebevolle Anteilnahme emotionale Geborgenheit zu schaffen und durch seinen Respekt gegenüber den kindlichen Entwicklungsbedürfnissen eine harmonische Entfaltung seiner Persönlichkeit zu ermöglichen. Darüber hinaus sorgen die BetreuerInnen auch für die Einhaltung einiger weniger Grundregeln, welche ein respektvolles, soziales Miteinander ermöglichen. Diese begleitend unterstützende Haltung der BetreuerInnen bezeichnen wir in Anlehnung an die Pädagogin Rebeca Wild als „nicht direktiv“.

 

Vom Greifen zum Begreifen

Die „vorbereitete Umgebung“ des Kindergartens ist auf die emotionalen, sozialen und sensomotorischen Bedürfnisse von drei- bis sechsjährigen Kindern abgestimmt. Jedes Kind kann aus einem reichen Angebot an Materialien und Spielen wählen und bestimmt selbst, was, wie lange und mit wem es arbeiten bzw. spielen will.

Die Montessori-Materialien sind so konzipiert, dass das Kind selbständig und unter Einbeziehung all seiner Sinne eine Vielzahl von Lernerfahrungen machen kann. Zusätzlich werden noch folgende Materialien angeboten:

  • Materialien zum Bauen und Konstruieren
  • Bastel- und Werkmaterialien
  • Mal- und Zeichenwerkstatt
  • Materialien für das Rollenspiel (Puppen, verkleiden, ...)
  • Möglichkeiten zum Spiel mit natürlichen Materialien
    (Sand, Wasser, Bohnen, ...)
  • Bewegungsangebote zum Klettern, Balancieren, etc...

Darüber hinaus gibt es von den BetreuerInnen regelmäßig Angebote zu bestimmten Themen oder Materialien (Musik, Tanz, spezielle Werkstoffe, etc...), die von den Kindern wahrgenommen werden können. Jeden Montag findet bei jedem Wetter ein spannender Waldtag statt.

So finden die Kinder in ihrem Alltag in der Kindergruppe stets neue Möglichkeiten, ihre Entscheidungsfähigkeit, ihr Selbstvertrauen, ihre Kreativität und ihre soziale Kompetenz schrittweise weiter zu entwickeln.

Der Respekt dem Kind gegenüber steht im Zentrum dieses Ansatzes.

Die wichtigsten Elemente unserer pädagogischen Arbeit mit Kindern sind:

  • Liebevolle Zuwendung und Begleitung durch die BetreuerInnen, wann immer das Kind es wünscht bzw. es durch die Situation notwendig wird, aber auch Respekt vor dem Abgrenzungsbedürfnis des Kindes und klare Grundregeln, die das soziale Miteinander bestimmen.
  • die non-direktive Haltung der BetreuerInnen ermöglicht selbstgesteuertes Lernen.
  • eine vorbereitete Umgebung, die den Bedürfnissen der Kinder entspricht.

Integration -> Inklusion

Der Montessori Kindergarten Neulengbach will auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen integrieren. Eine gelungene Integration wirkt sich auf den Sozialisationsprozess aller Kinder positiv ausund erleichtert den Kindern den natürlichen, ungezwungenen Umgang mit „Anderssein“. Bei ausreichender und kompetenter Betreuung haben sich integrative Modelle als besonders erfolgreich erwiesen. Sowohl für die Kinder als auch für die in diesen Projekten involvierten Erwachsenen.

Damit wir unsere Betreuungsqualität halten können muss innerhalb des Aufnahmeprozesses von Kindern mit besonderen Bedürfnissen ausreichend auf die aktuelle Gruppenkonstellation und Betreuungskapazität Rücksicht genommen werden.